Montag, 29. März 2010

The return of Blackberry!

Da bloggte ich neulich erst über meine innige Beziehung zu meinem Blackberry 8520 und dann passiert mir heute nachmittag folgendes: Ich verliere es.

Den Radweg hab ich 4 x abgesucht und dummerweise hatte ich das Handy auf lautlos gestellt, weil ich ja keine Ton brauche, womit ja eine akkustische Ortung hinfällig war.
Und auch eine SMS an mein Handy an den hoffentlichen Finder hab ich abgeschickt.

Nichts. In meiner Verzweiflung machte ich mit dem Schicksal folgenden Deal aus "Wenn mein Handy zurückkommt, lade ich mir irgendeinen akkustisch erkennbaren Klingelton auf das Handy!! Wenn du willst, sogar einen furchtbaren Jamba-Ton mit dem Frosch oder der Jaulkatze oder sonst irgendetwas!!"

Nach knapp 4 Stunden die Erlösung: Die Finderfamilie hat sich mit einem Anruf auf das Handy meiner Mutter gemeldet und ich konnte es keine 500 Meter weiter weg abholen - natürlich war ich dabei mit einer Schachtel Pralinen bewaffnet.

Ist das nicht ein Scheißglück? :-)

Sexueller Mißbrauch an Gehörlosen - alles nur Geschwätz für den Papst?

Auch das Informationsportal für Gehörlose, der "Taubenschlag" zeigt sich empört über die bekannten Mißbrauchsfälle an Gehörlosen durch die katholische Kirche.

Hier kann man übrigens den Blogbeitrag dazu lesen: Mißbrauch an 200 gehörlosen Jungen

Erschreckend war aber für mich, dass ich mit meinem Gedanken richtig lag, dass Murphy aus den amerikanischen Mißbrauchsfällen BEVORZUGT gehörlose Opfer ausgewählt hat, deren Eltern hörend waren, da diese wegen der wahrscheinlich vorliegenden Kommunikationsprobleme weniger in "Gefahr" liefen, etwas zu verraten.

Eine Studentin der Gallaudet-University hat inoffiziell unter den Opfern herumgefragt und kam auch zu diesem Schluß, dass diese doppelte Schutzlosigkeit die Opfer erst recht zu Opfern gemacht hat.

Und die Erklärung der Kirche zu den Mißbrauchsvorwürfen und dem Mitwissertum des Papstes? Es sei eine Verschwörung gegen den Papst und gegen die Kirche überhaupt im Gange von gewissen Elementen ausgelöst. Na, sicher! Die Opfer haben jetzt alle angefangen zu reden und sahen, dass sie nicht alleine sind mit den Vorwürfen, was eine Lawine ausgelöst hat.


Da fällt mir just was ein: Ein gehörloser Bekannter von mir war in einem katholischen Internat untergebracht, damit er zur Schule für Gehörlose gehen konnte. Irgendwann hat er mir mal erzählt, wie streng die Nonnen überhaupt waren mit den Kindern, die hatten überhaupt kein Mitgefühl dafür, dass die Kinder Angst im Dunklen hatten, wenn diese schlafen gehen sollten und weitere solche Kleinigkeiten.

In meinen Augen hat sich die katholische Kirche längst disqualifziert mit der Aussage, dass Kondome gar nicht gegen Aids schützen würden und setzt jetzt noch einen obendrauf, dass die Mißbrauchsvorwürfe nur belangloses Geschwätz seien und übt so einen weiteren Mißbrauch am Mißbrauch selbst.

Samstag, 27. März 2010

Mein Blackberry und ich

verstehen uns ja prächtigst. Mit der Modellwahl des BB 8250 bin ich wirklich sehr zufrieden, denn es hat alles, was ich brauche.

Früher hatte ich immer ein Handy mit Dynamic Lights - darin war Siemens ganz gut. Dann stieg ich um auf das Sony Ericsson Z310i, welches auch sehr nett war durch das blinkende Briefsymbol. Aber leider war es einer Vielsmserin einfach nicht gewachsen und ging bereits nach einem halben Jahr kaputt. :-/ Schade, aber was will man auch von einem richtigen "Tussenklapphandy" in bronze erwarten? ;-)

Und ansonsten ist das Blackberry einfach das perfekte Handy für Gehörlose - der eingebaute Chat-Messenger hilft kräftig SMS-Kosten zu sparen und die Push-Mail-Funktion ist einfach unschlagbar.

Außerdem sind die Tasten auf der Tastatur ergonomisch angebracht, sodass das Tippen wirklich leicht fällt.

Das Blackberry 8250 verfügt übrigens auch über eine LED-Anzeige, welches rot blinkt beim Eingang aller möglichen Nachrichten, was ich sehr praktisch finde als Augenmensch.

Das einzige, was mich gestört hat, dass es einfach nur eine Farbe gab und so alle Mails/SMS als gleichwertig "wichtig" behandelt wurden.
Da hat sich die Techniktante mal auf die Suche gemacht in der Blackberry App World, was man logischerweise auch direkt auf dem BB findet, dort gibt es einen Ordner mit einem Pfeil darauf und dann findet man dort das BB-Symbol - das ist die App World.

Dort fand ich 3 feine Programme, welche für Gehörlose einfach nur IDEAL sind, denn es geht um die LED-Anzeige. Wie gesagt, wollte ich schauen, ob es die Möglichkeit gibt, die LED-Anzeige in anderen Farben blinken zu lassen.

Aktuell habe ich ColorID runtergeladen und hier gibt es einen netten Bericht zu dem Programm - Programmbeschreibung zum Anklicken. Das Programm konfiguiert die LED-Anzeige des BB so, dass du deinen Kontakten, sei es per SMS oder Email, verschiedene LED-Farben zuweisen kannst. Allerdings gibt es in der kostenlosen Version nur 2 Farben: weiß und blau. Die kostenlose Version ist unbeschränkt gültig.

In der Vollversion kostet das ColorID 4,66 €.

Und dann gibt es noch 2 interessante Apps, die aber nicht von mir getestet worden sind, aber dasselbe versprechen wie mein heruntergeladenes Programm ColorID:

SmartAlerts gibt es für 4,99 US-$ in der AppWorld - komischerweise nur auf der verlinkten Seite - das Blackberry selbst findet es nicht über die BB-Appworld.

BuzzMe gibt es in einer kostenlosen Version für 14 Tage, danach BuzzMePro für 2,49 € und es gibt auch eine Premiumversion: BuzzMePremium für 4,09 €.

Probiert es mal selbst aus, was euch am besten zusagt, ich jedenfalls bin sehr zufrieden mit ColorID.

:-)

Donnerstag, 25. März 2010

Missbrauch an 200 gehörlosen Jungen durch die Kirche in den USA und weitere Fälle in Italien

Die deutschen Mißbrauchsopfer durch die katholische Kirche haben vergebens auf eine Äußerung des Papstes gewartet, der seinen Hirtenbrief ja an die katholische Kirche in Irland gerichtet hat.

Und nun hat die hochangesehene New York Times aufgedeckt, dass der damalige Kardinal Joseph Ratzinger, der heutige Papst Benedikt, einen Mißbrauch gedeckt hat an 200 gehörlosen Jungen!

Der Artikel in der New Yorker Times zum Anklicken !

Nun ist auch ein Artikel in Deutsch erhältlich auf Focus zum Anlicken!

Update: Nicht nur in den USA wurde sexueller Mißbrauch durch die Kirche an gehörlosen Jungs bekannt, sondern jetzt auch in Verona, Italien.

Mißbrauch in Verona, Italien an Gehörlosen


Der Verfasser des Artikels hat ganz richtig erkannt, dass Gehörlose bei einem Mißbrauch schutzloser als andere sind, weil sie sich schwerer ausdrücken können und zudem noch jemanden brauchen, dem sie vertrauen und IHRE Sprache spricht.

Laut einer Statistik rufen mißbrauchte Kinder im Schnitt 8 x um Hilfe, bevor sie erhört und ernstgenommen werden. Wie oft haben die gehörlosen Schützlinge der Kirche wohl um Hilfe gerufen?

Update vom 27.03.10: Drei der italienischen gehörlosen Mißbrauchsopfer traten im italienischen Fernsehen auf und einer von ihnen verweigerten dem ebenfalls eingeladenen Prälaten des Bistums den Handschlag mit der Begründung, dass er es nicht über sich bringe und sie würden nichts anderes als Gerechtigkeit wollen.

Mit welcher Begründung hat die Kirche übrigens ihre Untätigkeit erklärt? Sie sagte, sie hätte nicht gewußt, wie sie die mutmaßlichen Opfer erreichen hätten können für die angeordnete Befragung, obwohl die Opfer alle Mitglied des Gehörlosenvereins von Verona sind.

Die Gehörlosenwelt ist zudem noch sehr klein - hätte man nur ein Opfer auch ohne den Gehörlosenverein gefunden, hätte man zudem alle Opfer ausfindig gemacht aufgrund der Tatsache, dass man sich eben mehr oder weniger kennt in der Gehörlosenwelt über viele Ecken.
Diese Vernetzung ist jedem bekannt, der sich mit der Gehörlosenwelt beschäftigt hat, also war das auch der Kirche bekannt, womit ersichtlich wird, dass die Kirche so oder so nicht nach den Opfern suchen wollte und somit auch nicht befragen...

Mißbrauchsopfer treten im italienischen Fernsehen auf

Spiel der Sprachen

Vor einigen Tagen bekam ich dieses nette Video von einer Freundin verlinkt und diesen Link verwurste ich nun in meinem Blog:

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5742640&server=vimeo.com&show_title=1&show_byline=1&show_portrait=0&color=&fullscreen=1


Ab der Sendungsekunde 40 dürfte der Durchblick kommen für Nicht-Gebärdensprachler, worum es da eigentlich geht und wie das ganze Prinzip funktioniert!

Viel Spaß!

Mittwoch, 24. März 2010

Eine etwas ungewöhnliche Band...

Wie klingt Musik, wenn man selbst nicht so gut hört? Na, wie Supernova!

Aufmerksam auf diese Band wurde ich durch den Artikel in der Neu-Ulmer Zeitung:

Band macht Musik, die sie nicht hören kann

Nur einer der Fünf ist hörend: Der Bassist Gegenfurter und Erzieher im Internat der Jugendlichen.

Dienstag, 23. März 2010

Mittendrin statt nur dabei

Vor fast 2 Wochen war ich für einige Tage in Berlin und die Stadt hat mich wieder mal in ihren Bann gezogen.

Nicht nur der Ausblick aus dem Hotelfenster war gigantisch und zum Verlieben, sondern auch unzählige Ecken von Berlin.

Zu dem Zeitpunkt war auch die ITB - die führende internationale Fachmesse der Touristik-Wirtschaft in Berlin und so kam es, dass ich dank meinem Begleiter in den Genuß kam eine Kultur-Veranstaltung des Landes Lesotho besuchen zu dürfen.

Ich machte mir zuerst Sorgen über mein Aussehen, weil ich den ganzen Tag schon durch die Stadt gelaufen war und zeitlich keine Zeit mehr hatte, mich aufzuhübschen, doch mein Begleiter konnte mich da beruhigen - erst wo ich die Treppen hochging, dachte ich: "Verdammt, hoffentlich mach ich mich mit meinem Englisch nicht lustig." Peinlicherweise vergesse ich manchmal einfach die korrekte Aussprache, weil ich das Hin und Her wechseln einfach nicht so gut beherrsche mangels Übung.

Es war eine gut besuchte Veranstaltung mit lesothoanischer Musik und Essen, natürlich habe ich auch davon gekostet. Wahnsinnig lecker und gar nicht so scharf, wie behauptet wurde.

Aber das verblüffendeste für mich war, die Verwandlung von meinem Mr. Berlin, einem englischen Muttersprachler, wie anders er wirkte, wenn er in seiner Muttersprache parlierte. In diesen Augenblicken war er noch ausgesuchter höflicher und etwas vornehmer als sonst, ohne snobistischer zu wirken. Ich dachte echt, dass jetzt jeden Moment die Queen um die Ecke kommen müsste, so sehr bin ich etwas zusammengeschrumpft und als er mich in die Runde eingeführt hat, hat er natürlich erwähnt, dass ich nicht hören kann, was erstaunt-freundlich aufgenommen habe und ich habe mich natürlich entschuldigt, dass ich nicht so gut Englisch quatschen kann. "No Problem!" hieß es da. :-)

Irgendwann am Abend zogen wir, 3 Frauen und 2 Männer, noch weiter. Zuerst saßen wir im "Amrit" und tranken Cocktails und quatschten. Ich war ziemlich zurückhaltend, weil ich ziemlich müde war vom Laufen und meine Ablesefähigkeit nahm immer mehr ab mit jeder Minute. Dann wollte Mr. Berlin dem lesothoanischen Mitarbeiter noch "Berliner Weiße" servieren und wir landeten in einer Eckkneipe und ich begann leise zu quengeln bei Mr.Berlin: "Duuu, es geht wirklich nicht mehr, ich kann ja ins Hotel gehen und ihr feiert noch weiter?" Mr. Berlin hob die Augenbraue und sagte, er würde gerne noch weiter feiern und er habe seinem Freund versprochen, seinem Freund zu zeigen, wie man in Deutschland feiert...

Zusammenreissen war wirklich schwer vor lauter Müdigkeit, aber mit etwas bisschen Starthilfe durch Mr. Berlin ging's dann weiter zu einem Club mit brasilianischer Live-Musik. Und siehe da: Die Musik, denn mittlerweile hatte ich das CI angezogen, um noch mehr wacher zu werden von der Musik, machte mich mit einem Schlag richtig wach - komplett verpufft die Müdigkeit.

Und mir fiel das Ablesen auch wieder leichter als zuvor.

Aber es ist wirklich so: Wenn ich müde bin, dann ist mir das Ablesen in einer fremden Sprache streckenweise ein Buch mit 7 Siegeln und wenn ich SEHR müde bin, dann ist das im Deutschen auch so. Die Informationen kommen eben nicht mehr im Gehirn an.

Heute bin ich auf diesen Artikel gestoßen: "Die Fremde im eigenen Land - wo die Mauer hinführt" und finde ihn ziemlich gut geschrieben. (Nachtrag von 18:35h: Der alte Link zum Artikel wurde aus der Datenbank entfernt des Nordkuriers, aber dafür wurde er mit einem anderen Artikel zusammengeführt- zuerst kommt ein Bericht über die Güstrower Landesschule für Gehörlose, dann erst der Bericht über Marion Arndt.) Auch werden die Gründe beschrieben, warum für den Otto Normalverbraucher unter den Gehörlosen tagtäglich der Zugang zu Informationen und mehr Bildung erschwert ist. Marion Arndt in dem Artikel ist voll integriert in der Gehörlosenwelt und kann den Kontakt dank SMS, Email und realen Treffen aufrecht halten, aber sie IST isoliert in der hörenden Welt.

Helen Keller wird dieser Spruch zugeschrieben, aber tatsächlich stammt dieser von Imanuel Kant: "Nicht sehen können, heißt, die Menschen von den Dingen trennen. Nicht hören heißt, die Menschen von den Menschen zu trennen."

So geht es vielen Gehörlosen, aber es gibt auch Gehörlose, die sich bewußt, weil sie es so wollen und es für sie eine Erleichterung bedeutet, für die Welt der Gehörlosen entscheiden. Sie arbeiten in der hörenden Welt, sind aber in der Gehörlosenwelt zuhause, wo man ihre Sprache spricht und es keine Kommunikationsprobleme gibt für sie.

Und es gibt eben Gehörlose, die zwischen beiden Welten hin und her pendeln oder sogar Gehörlose, die sich bewußt gegen die Gehörlosenwelt entschieden haben.

Eine Mauer kann eben nicht nur zwischen Ländern verlaufen, sondern auch nicht sichtbar zwischen Menschen.

Samstag, 6. März 2010

Allgemeines Gebärdenlexikon der Uni Hamburg

Ich habe ja neulich schon mal auf einen Schnupperkurs verlinkt.

Und jetzt gibt's einen Link zu einem Gebärdenlexikon der Uni Hamburg.

http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/alex/index.html


Ganz oben kann man sich alphabetisch durchklicken durch die einzelnen Begriffe.


Viel Spaß dabei! :-)

Dienstag, 2. März 2010

Der Bart des Frauenarztes

Heute lag ich dann halt so auf diesem Stuhl und ließ mich von meinem Frauenarzt untersuchen. Er trug diesmal einen dickeren Schnauzer als sonst und so verstand ich nicht, was er gebrabbelt hat beim Abtasten meiner Brüste und da griff ich einfach nach seinem Kinn wie im Film und drückte es nach oben, damit er besser im Licht steht.

Der verdutzte Blick von ihm war göttlich, aber er hat gleich kapiert, worum es mir ging und hat selber auch lachen müssen.

:-)