Montag, 29. Juni 2009

Michael Jacksons Comebacktour mit einem spektulären Auftritt:

einem Kinderchor. Nichts neues? Doch, dieser Kinderchor sollte mit Gebärdensprache auftreten, in American Sign Language (ASL). Laut dem Management von Jackson heißt es: "Michael wollte jedes Wort simultan und ohne Sinnverlust in Gebärdensprache übersetzen..."

Für Hörende wäre ein solcher Auftritt befremdlich-fazinierend gewesen, für die gehörlosen Konzertbesucher jedoch ein Genuß.

Wie das wohl ausgesehen hätte? Man kann es nur erahnen, in dem man sich dieses Video von "Will you be there" anschaut und den kleinen Jungen ab 4:43 min.



Songtext von "Will you be there"

Wirst du da sein

Halt mich
Wie der Fluss Jordan
Und ich werde dir sagen
Dass du mein Freund bist

Trag mich
Als wärst du mein Bruder
Lieb mich
wie eine Mutter
Wirst du da sein?

Wenn ich schwach bin
Sag mir, wirst du mich halten
Wenn ich mich irre
Wirst du mich berichtigen
Wenn ich verloren bin
Wirst du mich finden?

Aber sie sagten mir
Ein Mann sollte zuverlässig sein
Und auc´h gehen, wenn er nicht kann
Und kämpfen bis zum Ende
Doch ich bin nur ein Mensch

Jeder kontrolliert mich
Scheint, als hätte die Welt
Eine Rolle für mich vorgesehen
Ich bin so verwirrt
Wirst du mir zeigen
Dass du für mich da bist
Und dich genug um mich sorgen,um mich zu ertragen

(Halt mich)
(Senke sanft deinen Kopf)
(Sanft, aber mutig)
(Trag mich dorthin)

(Halt mich)
(Lieb und nähr mich)
(Küss und befrei mich)
(Ich werde mich gesegnet fühlen)

(Trag mich)
(Trag mich mutig)
(Heb mich sanft empor)
(Trag mich dorthin)

(Rette mich)
(Heile und reinige mich)
(Leise sagst du es mir)
(ich werde da sein)

(Heb mich empor)
(Heb mich sanft empor)
(Trag mich mutig)
(Zeig mir, wie sehr du dich sorgst)

(Brauch mich)
(Lieb und nähr mich)
(Küss und befrei mich)
(Ich werde mich gesegnet fühlen)

In unserer dunkelsten Stunde
In meiner tiefsten Verzweiflung)
Wirst du dich noch kümmern
Wirst du da sein?
In meinen Prüfungen und in meinem Leiden
Durch unsere Zweifel und Enttäuschungen
In meiner Gewalt und meiner Unruhe
Durch meine Angst und meine Eingeständnisse
In meinem Schmerz
Durch meine Freude und meine Sorgen
In dem Versrechen auf ein anderes Morgen
Ich werde dich niemals ein teil davon sein lassen
Aber du bist immer in meinem Herzen

Samstag, 27. Juni 2009

Der kleine Nils für Gehörlose

Gedolmetscht wird von einer CODA (Children of Deaf Adults). Shala Ohadi beherrscht die Gebärdensprache perfekt und man könnte sie für eine Gehörlose halten aufgrund der typischen Mimik.

Ein sehr schönes Projekt, Radioscherze auf diesem Wege für Gehörlose zugänglich zu machen!

Hier die Videolinks zu einigen gedolmetschten Folgen:







Freitag, 19. Juni 2009

Wie fühlt/hört sich eine U-Bahn an?

Es ist Winter in München. Ich stehe mit einem Mann in der U-Bahnstation Maillinger Straße. Gemeinsam warten wir auf die U-Bahn.

Da mir etwas kalt ist, sehe ich ihn hilfesuchend an. Er grinst, öffnet seinen Kamelhaarmantel für mich und ich schiebe mich an ihn heran. Trotzdem reiche ich ihm dank seiner Körpergröße von 1,90 nur fast bis zur Brust.

"Wann kommt die U-Bahn?" fragt er mich, während er den Mantel ganz um mich schliesst.
Ich befinde mich hörtechnisch grad offline und so sage ich: "Man merkt es, wenn sie kommt." Er: "Wie merkst du das?"

In diesem Augenblick spüre ich, wie ein Windzug meine Haare durchweht und mein Gesicht streift. "Jetzt kommt sie." Und er lauscht und sagt: "Ahh, jetzt höre sie auch."Jetzt ist auch das typische Rattern der U-Bahn zu spüren, welches zuerst nur schwach zu spüren ist, aber dann immer mehr anschwillt.

Die U-Bahn fährt ein.

Ich habe einige Sekunden früher gespürt, dass die U-Bahn einfährt, bevor sie zu hören war. Es waren nur Sekundenbruchteile.

Online mit dem Cochlear Implantat höre ich die U-Bahn halt wie es halt so ist: Es ist ein Brausen in der Luft, welches zuerst ganz schwach ist und dann immer lauter wird, je näher sie kommt.

Das mit dem Wind in der Luft kann man wirklich spüren. :-)

Sonntag, 14. Juni 2009

Deine Untertitel + Meine Untertitel = Unsere Untertitel!

Wie schon im vorherigen Post erwähnt: "Wetten, dass.." gibt es im Schweizer Fernsehen mit Live-UT. Nur nicht im deutschen oder österreichschen Fernsehen.

Schweiz und ORF haben übrigens ein super Untertitelungsangebot, sie untertiteln ganz selbstverständlich Sendungen wie: "Desperative Housewives" "CSI:NY", "CSI:Miami", "Whitout a Trace" usw..

Alles Sendungen, die bei uns in Deutschland auf Pro7 oder auf RTL kommen und demzufolge NICHT untertitelt sind.

Ich verstehe die Fernsehanstalten nicht - warum arbeiten sie nicht international zusammen und machen eine Untertiteldatenbank?

Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein: Die Untertitel haben die selbe Qualität wie auf der DVD, was die Schweiz und der ORF ja schon sehr gut fertig bringen, die deutschen Fernsehanstalten weniger, aber daran kann man arbeiten. Die ARD hat es mal geschafft, "Notting Hill" so langweilig, so am Dialog vorbei zu untertiteln, kurz gesagt: katastrophal untertitelt!
RTL, Pro7 und Kabel 1 leasen die Untertitel, die von der Schweiz (SF) und vom ORF zur Verfügung gestellt werden, dafür arbeiten ARD, ZDF mit dem SF und ORF zusammen und stellen sich die Untertitel weitaus billiger zur Verfügung, denn Untertitelwerkzeuge sind auf beiden Seiten ja da, was die privaten Sender wie RTL, Pro7 und Kabel 1 ja nicht richtig nützen wollen.

So hätte jeder etwas davon. Es will einfach nicht in mein Hirn, dass bisher noch keiner auf diese Untertiteldatenbanksidee gekommen ist, schliesslich könnte man damit auch Arbeitsplätze schaffen und Geld verdienen.

"Wetten, dass..." mit Live-Untertiteln im Fernsehen!

Prima, möchte man meinen, ob dieser Nachricht und frohgemut den Fernseher einschalten.

Aber natürlich gibt es einen Haken: Lediglich das Schweizer Fernsehen untertitelt die Sendung und die Gehörlosen in Österreich und in Deutschland gucken in die Röhre.

Die Antwort vom ZDF auf den Hinweis, dass die Schweizer es fertigbringen, Untertitel zur Verfügung zustellen und mit der Bitte, das ZDF möge diese ebenfalls zur Verfügung stellen:

Sehr geehrte ...,

vielen Dank für Ihre E-Mail an das ZDF.

Leider ist es aus vielerlei Gründen nicht möglich, die Live-Sendung am Samstagabend zu untertiteln; die für die Untertitelungen zuständigen KollegInnen statteten lediglich die Wiederholung entsprechend aus. In diesem Zusammenhang können wir Sie nur auf unsere zahlreichen Informationen zur bzw. nach der Show auf unseren Internetseiten verweisen:

http://wettendass.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,1001627,00.html?dr=1

Wir bedauern sehr, Ihnen hierzu keine positive Auskunft geben zu können. Ihre Anmerkung haben wir gerne der zuständigen Redaktion unseres Hauses zur Kenntnis gebracht.

Mit freundlichen Grüßen

Torsten Schütz

ZDF, Zuschauerredaktion

Wiederholungen mit Untertitel? Holla, DAS hat das ZDF mal angeboten. Guckt man aber mal auf den Programmhinweis mit der Wiederholung vom 14.06.09 findet man kein Untertitelsymbol. Und schon die letzte Wetten, dass-Wiederholung wurde ohne Untertitel gesendet.

Frage: Wieso schaffen es denn die Schweizer Live-Untertitel anzubieten? Und zweitens: Es ist eine Unschämtheit auf die ZDF-Internetseite von "Wetten, dass.." zu verweisen. Dort sind zwar Bildergalerien zu sehen, aber auch Videos. Videos? Selbstverständlich ohne Untertitel.

Wie würden sich denn Hörende an dieser Stelle fühlen, wenn man Ihnen einfach an dieser Stelle den Ton abdreht und dann nach der Sendung einfach sagt: "Oh, gucken Sie einfach auf unserer Internetseite nach, damit sind Sie doch ganz gut bedient?"

Und: Diese Antwort vom ZDF ist symptomatisch für die Fernsehsender und Filmproduktionsfirmen, wenn man nach Untertiteln fragt und kein Einzelfall! Es wird immer ein Haufen Gründen vorgeschobene, aber selbstverständlich geht man nie ins Detail und wenn man ganz dreist sein will, steht in manchen Mails: "aus Kostengründen leider nicht möglich..."

Das ist eine Diskriminierung, was hier stattfindet. Ich hätte große Lust, das ZDF und Konsorten zu verklagen, basierend auf dem Allgemeinen GleichbehandlungsGesetz.

Samstag, 13. Juni 2009

Wie werde ich eigentlich geweckt?

Seltsam, dass noch keiner diese Frage stellte, aber das jüngste Angebot von Tchibo nehm ich einfach mal als Anlass diesen bereits erstellten Beitrag zu vollenden:

Radiowecker von Tchibo mit Licht- und Vibrationsmodul

Sehr interessant, dass das Vibrationsmodul so aussieht wie das Vibrationsmodul meines Weckers. Es täte mich mal interessieren, wie Tchibo auf die Idee kommt für die Allgemeinheit einen solchen Wecker auf den Markt zu schmeissen. Der Tchibo-Radiowecker verfügt über eine umlaufende, orangefarbene Lichtleiste.

Nunja- es täte mich mal interessieren, wie der Wecker im Betrieb abschneiden würde gegenüber meinem offizellen Licht- und Vibrationswecker.

Mein Vibrationsmodul liegt unter dem Kopfkissen und vibriert morgens zur Weckzeit ordentlich los, das ist nicht vergleichbar mit dem Vibrieren eines Handys oder gar einem Viberator. ;-) Es ist vielmehr richtig härter. Manchmal hab ich auch den Lichtblitz gleichzeitig laufen. Ich finde es immer sehr amüsant, wenn Hörende glauben, dies würde mir dann sanft in Gesicht scheinen. Der Lichtblitz ist richtig grell und vergleichbar mit einem kräftigen Blitz bei einem Gewitter. Man könnte blind davon werden, wäre man eh nicht noch im Halbschlaf, wenn man auf den Wecker einschlägt, die Snoozefunktion betätigt und 10 Minuten Döszeit abringt, bevor dieser Lichtblitz und/oder Vibrationskissen wieder gnadenlos zuschlägt.

1996 war ich in Italien im Urlaub. Verbracht wurde dieser bei Eurocamp, was damals ganz groß war dank der Fusion durch Ikea. Erinnert sich noch wer daran? Wie gesagt, die Betten waren solche Gästebettgestelle. Nacht für Nacht gab es ein Höllengewitter, das ganze Bett wackelte und vibrierte aufgrund diesen Höllendonners - damals hatte ich noch kein Vibrationsmodul im Bett und hörtechnisch bin ich nachts sowieso taub.Da die Zelte abgedunkelt waren und man die Fenster auch abdunkeln konnte wegen der bösen Mücken, bekam ich nicht viel mit von dem grellen Blitzlicht.Die ganze Familienmitglieder schliefen alle sehr schlecht mit meiner Ausnahme. Und einhellig wurde da beschlossen, dass es doch sehr toll seie, wenn man mit mir tauschen könne... ;-)

Manchmal, wenn es in der Nacht ein solch greller Blitz loszuckt, dann wache ich auf. Aber nur manchmal und meistens auch nur dann, wenn ich weiss, dass ich meinen Wecker eingestellt habe auf Blitzlicht.

Mich würde es richtig interessieren, wie der Tchibowecker nun bei der Allgemeinheit ankommen wird - ob "normale" Leute ihn kaufen werden und sich mit Vibrationsmodul und Licht wecken lassen werden?

Mein ehemaliger Lebensabschnittsgefährte, welcher hörend war, ist übrigens NIE wach geworden vom Vibrationskissen oder vom Lichtwecker. Ist alles übrigens eine Frage der Abrichtung. ;-)

Fun Fact dazu: Mein ehemaliger Notarztnachbar und der passende Gehörlosenwitz

Donnerstag, 11. Juni 2009

Ein Gedicht von meinem Lieblingsdichter Rainer-Maria Rilke

Die Stille

Hörst du Geliebte, ich hebe die Hände -
hörst du: es rauscht…
Welche Gebärde der Einsamen fände
sich nicht von vielen Dingen belauscht?
Hörst du, Geliebte, ich schließe die Lider,
und auch das ist Geräusch bis zu dir.
Hörst du, Geliebte, ich hebe sie wieder…
…aber warum bist du nicht hier.

Der Abdruck meiner kleinsten Bewegung
bleibt in der seidenen Stille sichtbar;
unvernichtbar drückt die geringste Erregung
in den gespannten Vorhang der Ferne sich ein.
Auf meinen Atemzügen heben und senken
die Sterne sich.
Zu meinen Lippen kommen die Düfte zur Tränke,
und ich erkenne die Handgelenke
entfernter Engel.
Nur die ich denke: Dich
seh ich nicht.

Rainer Maria Rilke

Sehr interessant, wenn man mal den geschichtlichen Hintergrund der Gehörlosenkultur betrachtet zu Rilkes Lebenszeit, er lebte von 1875- 1926: 1880 trat der Beschluss des Mailänder Kongress in Kraft - die Gebärdensprache wurde unterdrückt und in der Öffentlichkeit verboten.

Mich würde es interessieren, ob Rilke beim Dichten die Gebärdensprache wirklich vor den Augen hatte..

Montag, 8. Juni 2009

Der erste Gehörlose ist ins Europaparlament eingezogen!

Glückwunsch, Dr. Ádám Kósa! Das Europaparlament hat seinen ersten gehörlosen Abgeordneten!!!

Wow, was für eine Leistung für einen Gehörlosen! Dieses Ergebnis bedeutet, dass ab jetzt im Europaparlament die Gebärdensprache zum Zug kommt, d.h. im Fokus der Politiker steht und hoffentlich bewirken wird, dass die Europa-Politiker merken, welche Bedürfnisse Gehörlose haben.

Ich denke, dies kann nur ein positives Signal für die Wirtschaft und Politik sein!

Hier ist ein sehr interssantes Interview mit Dr. Dr. Ádám Kósa zu sehen - bitte anklicken!

Samstag, 6. Juni 2009

Das Portal "DerWesten" kann auch angemessen über Gehörlose berichten!

Nur leider liest sich der Text so, als wäre er für die Kinderseite.

Vermutlich liegt der Grund darin, dass die Schule darum gebeten hat, dass der Text vereinfacht geschrieben wird, damit die gehörlosen Kinder auch etwas davon haben.

Hier der Link: "Reden mit den Händen"

Freitag, 5. Juni 2009

Dialekte in der Gebärdensprache

Natürlich gibt es in der Gebärdensprache auch Dialekte, warum auch nicht? ;-)

Besonders krass ist der Unterschied, wenn es um die Wochentage geht - da wird ein regelrechtes Nord-Süd-Gefälle sichtbar.

Im Norden gebärdet man "Montag" so, indem man den Daumen der anderen Hand vom Kinn nach unten auf die Handfläche drückt - im Süden gebärdet man Montag so: Die Fingerkanten der Hand berühren die Stirn und werden zum Kinn geführt.

Und die Unterschiede ziehen sich durch die ganzen Wochentage, was auch an der unterschiedlichen Lebensmentalität liegt, was sehr gut sichtbar wird an der Gebärde für "Sonntag": Im Norden streicht man sich mit Daumen und Zeigefinger im Prinzettengriff oder mit der flachen Hand die Brust glatt ->Hinweis auf den sauberen, edlen Sonntagsanzug, den man früher nur sonntags angezogen hat.
Im Süden dagegen werden die Hände in Betstellung ganz fromm aneinander gelehnt - nicht gefaltet -> Hinweis auf den sonntäglichen Kirchgang des frommen Südens. ;-)

Oder der Unterschied für den Monat "Dezember" bei dem besagten Nord-Süd-Gefälle:
Der Norden gebärdet Dezember so, in dem er die Zeigefinger beider Hände tanzen lässt, als wären diese Sylvesterraketen.
Der Süden zeichnet dagegen mit den Händen die Umrisse eines Tannenbaums nacch.

Ich finde diese geschichtlichen und auch regionale Unterschiede sehr interessant, vor allem mag ich den geschichtlichen Hintergrund der südlichen Gebärde für "Samstag": Da reiben sich die Fäuste aneinander, was zugleich auch die Gebärde für "Waschen" ergibt. Früher war der 1. oder der 2. Samstag im Monat, so genau habe ich es grad nicht mehr im Kopf, der "Waschtag" und so hat sich die Gebärde für Samstag im südlichen Raum ergeben.

Das war's mal fürs erste. ;-)

Hier geht es zu "Dialekte in der Gebärdensprache - Teil 2"!

Mittwoch, 3. Juni 2009

Behindertenparkplatz.de hat auch sehr gute Beiträge!

Ich möchte euch Christiane von www.behindertenparkplatz.de vorstellen, denn sie hat auch eine gute Kritik zum Zeitartikel, aber vor allem eine noch bessere zum Bericht von DerWesten über die gehörlosen Eltern verfasst.

Die Kritik daran ist sogar noch besser als meine, da Christiane sogar wiedergeben kann, was die Leute sagen - ich kann es nicht. Ich habe zwar zur Hälfte verstanden, was gesagt wurde, aber es erschien mir so unglaublich, dass ich mir sagte, dass ich es ganz bestimmt falsch verstanden habe.

Habe ich aber nicht dank Christanes Artikel: "Papa kann sie noch nicht".

Mein vorhin geäußerter Verdacht, dass die Eltern praktisch zur Abhängigkeit erzogen worden sind, tritt hier ganz klar zu Tage.

Okay, auch ich habe bis etwa zu meinem 3. Lebensjahr auch immer die Aussprache von Mama und Papa durcheinander gebracht, weil diese vom Mundbild sehr ähnlich sind, bis mir dann irgendwann klar wurde, dass Mama viel weicher ausgesprochen wurde.

Diese gehörlose Paar ist nicht wirklich dumm, der Vater wußte sich doch im Krankenhaus wirklich selbst zu helfen, sie verhalten sich in der Familie lediglich nur, wie es ihnen "erlaubt" worden ist.

Ich wünsche mir für das Paar, dass diese bald mal auf den Tisch hauen und sagen: "So, das ist unser Baby, das ist unser Leben und WIR können das alles alleine schaffen. Ihr dürft gerne auf Mia aufpassen, ihr dürft ihr gerne die Lautsprache beibringen, aber alles andere machen wir."

Ob das irgendwann mal passieren wird?

Aber zurück zu Christiane: Ihr Blog ist echt auch absolut lesenwert! :-) Danke Christiane für den super Bericht! :-)

Nachtrag zur Kritik am Westen und dessen Artikel über die gehörlosen Eltern plus Bericht über die Babyzeichensprache!

Hier ist der besagte Artikel zum Nachlesen:"Wieder mal eine Zeitungskritik - diesmal geht sie an den Westen" zum Nachlesen.

Daraufhin bekam ich einen sehr interessanten Kommentar von einem Blogleser.
Günther schrieb:
".. irgendwie hat ja "DerWesten" fast glück gehabt .. zu einem großen teil ist ja der artikel doch gelungen und die kritik die man daran üben kann, muss man wohl auch zu großen teilen den beteiligten personen anlasten .. vielleicht liegt es an der erzeihung, dass die "gehörlose" mutter sich so auf die hilfe ihrer "hörenden" mutter verlässt .. für mich ein zeichen von anerzogener unselbständigkeit ..

.. die technischen möglichekeiten sin heute so riesig, dass man nicht unbedingt die hilfe eine "hörenden" person braucht .. vibrationsalarm über microfonauslösung .. nässesensoren fürs bett bis hin zur herzschlagüberwachung gegen den plötzlichen kindstod .. alles vorhanden und mit sicherheit auch in solchen fällen nutzbar ..

.. so hat die oma aber einen grund für sich ihre wichtigkeit unterbeweis zu stellen.. klarer fall vdavon, dass man behinderte auch machen kann!
Bravo! Ich bin zwar nicht so deutlich geworden, aber die Kritik ist berechtigt. Klar sollte man sich innerhalb einem großen Familienverbund gegenseitig unterstützen, gar kein Thema! Nur: Wann fängt Unterstützung an zur einer versteckten Abhängigkeit zu werden?

Die Eltern sind nicht wirklich unselbständig, die Kinderkrankenschwester berichtet ja auch, dass der Vater sich durchaus zu helfen wußte bei der Kommunikation.

Die Bemerkung von Christiane von www.behindertenparkplatz.de, die übrigens auch eine sehr gute Kritik zum Zeitartikel über das Interview mit der blinden und dem gehörlosen mann geschrieben hat, warum man denn die Eltern nicht selbst zu Wort kommen lassen hat im Video über einen Dolmetscher, zeigt auf: Die gehörlosen Eltern stehen im Hintergrund, sie gucken zu und sind darauf angewiesen, dass man sie informiert. Lediglich einmal stehen sie im Mittelpunkt - als der Vater sich von der Mutter verabschiedet mit den Worten, dass er jetzt arbeiten gehe.

Worum geht es denn wirklich in dem Artikel? Um die anerzogene Abhängigkeit der gehörlosen Eltern von ihrer Familie? Um die Tatsache, dass gehörlose Eltern hörende (kerngesunde) Kinder auf die Welt bringen können?

Man hätte den Artikel auch ganz anders bringen können! Das Baby MIA ist eine CODA, (Children Of Deaf Adults) und wie schon im Artikel erwähnt, wird Mia ganz selbstverständlich die Gebärdensprache erlernen und sehr früh ihren Eltern mitteilen können, was sie will und zur Lautsprache wird sie über den anderen Teil der Familie kommen. MIA wird nicht nur zweisprachig, sondern auch bikulturell aufwachsen.

Gehörlose Babys können sich bereits in einem Alter ab etwa 6-9. Monaten ihren Eltern mitteilen, was sie möchten durch die Gebärdensprache. Der gehörlose Sohn eines gehörlosen Paares sprach im Alter von fast 6 Monaten sein erstes Wort durch die Gebärdensprache. Seine erste Gebärde war: "Ente".

Auch für hörende Babys gibt es die Babyzeichensprache, dieser Trend ist aus Amerika und England zu uns rübergeschwappt. Dort, bei der Erforschung der Gebärdensprache stellte man fest, dass hörende Babys von Eltern, von denen mindestens ein Elternteil gehörlos war, sich viel früher mitteilen konnten als üblich durch die Gebärdensprache als ihre gleichaltrigen Kollegen ohne Gebärdensprache.

Die Babyzeichensprache von Vivian König basiert auf der deutschen Gebärdensprache, sie ist nur etwas vereinfachter für die kleinen Hände.

Hier der Link zur Babyzeichensprache: Babyzeichensprache von Vivian König

Dienstag, 2. Juni 2009

Wie gut bin ich eigentlich im Erkennen von Menschen und deren Körpersprache?

Heute unterhielt ich mich mit einer Freundin, mit der ich einen gemeinsamen Bekannten habe, welchen ich bisher nur von Fotos kenne und noch nicht persönlich, sie ihn aber schon.

Und auf einer Fotostrecke war er zu sehen, allerdings abgeschnitten am Rand. Man konnte nur seinen Oberam und seine Beine sehen. Aber der Oberarm war unverkennbar und so war ich mir zu 100% sicher, dass wenn ich weiterklicke, er es sein wird, der im schwarzen Hemd steckt. Und so war es auch, worüber meine Freundin nun wirklich sehr erstaunt war. Seine Körpersprache war unverwechselbar und die Aussage: "Nimm mich so wie ich bin oder lass es sein."

Ich glaube schon, dass man sich ziemlich schnell das Aussehen anderer Menschen einprägt, wenn einem die Stimmerkennung zur Identfizierung fehlt und man darauf angewiesen ist den Menschen als Gesamteinheit zu erkennen. Mir passiert es aber häufig, dass ich Menschen schnell wiedererkenne, selbst wenn ich sie nur einmal gesehen habe, aber der Name der Person fällt mir immer nicht sofort oder gar nicht erst wieder ein.

Die Frage eines Bloglesers will ich hier beantworten:
Mr Freeze01 schrieb:"Du bist ja richtig "gefährlich"... so beim ersten Date erkennst Du dann gleich wie sehr Dich jemand "will"... oder ob Dein Freund grad irgendwie auf eine andere steht/sie scharf findet..."

Ja, das stimmt. Aber ich habe gerade keinen Freund, falls du das wissen wolltest. *lach* Spaß beiseite, ich erkenne wirklich ziemlich schnell, ob jemand was von mir will oder nicht. Manchmal aber auch nicht, weil ich bei manchen Leuten einfach nicht davon ausgehe, dass sie was von mir wollen. Kurz gesagt: Ich halte mich nicht für so unwiderstehlich, dass ich von mir denke, dass ich bei der breiten Masse ankomme - wenn dann trotzdem hinterher klar wird, dass ich da was "übersehen" habe, weil ich eben gar nicht offen dafür war, freut es mich, dass ich mich selbst noch überraschen kann. ;-)
Und dieser Punkt, dass ich immer ziemlich schnell wußte, ob eine Frau was von meinem Ex will oder nicht, war auch ein Streitthema in der Beziehung. Es ist nicht zu glauben, wie dumm Männer in der Hinsicht so oft sind. Auf der anderen Seite sind Männer sehr von sich überzeugt und werten alles mögliche als Signale der Frau, welche aber gar keine Signale sind. Und echte Signale der Frau übersehen sie manchmal schlicht und einfach völlig.

Dieser Zustand ist wohl dem Umstand geschuldet, dass Frauen eine breit gefächerte Körpersprache haben als Männer nach meiner Ansicht nach.

Nehmen wir mal das Finale von GNTM und Maries Verhalten: Marie sah scheinbar aus wie die faire Verliererin, aber ihr verstecktes Verhalten war dominant gegenüber Mandy, denn sie kräuselte ironisch die Oberlippe und guckte Mandy von der Seite an, während Charlotte Engelhardt Mandy befragte. Die Aussage von Maries Körpersprache? Sie nahm Mandy einfach nicht ernst.

So sind Frauen. Frauen haben eine unglaublich subtile Körpersprache, sie benützen ja auch im Laufe eines Tages viel mehr Wörter als ein Mann, vielleicht könnte man hier die Verbindung herstellen zur Körpersprache zwischen Männlein und Weiblein.

Dann hier noch die Frage von Flominator:"Ein paar Tage nachdem ich diesen Beitrag gelesen hatte, stellte mich mir die Frage, wie diese Fähigkeit dazu passt, sich Filme anzuschauen? Kannst du dich bei Filmen jeglicher Art (Spielfilm, Reality-TV, Erotikfilm, ...) überhaupt halbwegs fallenlassen oder wirst du andauernd daran erinnert, dass das alles nicht echt ist?"

Doch, ich kann Filme genießen und mich fallen lassen - Schauspieler werden ja dafür bezahlt. ;-) Die trainieren sich ja auch die Körpersprache gezielt an. Schauspieler zu sein heißt eigentlich nichts weiter als Körpersprachler zu sein, sich mit der Körpersprache in jemand anders zu verwandeln. Aber natürlich gibt es auch lausige Schauspieler, denen ich die Rollen einfach nicht abnehme. Spontan fällt mir jetzt kein Film oder kein Schauspieler in einer Rolle ein, den ich einfach nicht passend für die Rolle fand, aber darüber werd ich mal nachdenken, wo ich doch so ein Filmfreak bin.

Übrigens ist Kevin Costner einer der besten Schauspieler für mich, denn er bringt sich immer sehr glaubwürdig rüber.

Und was die Erotikfilme angeht: Bei manchen Filmen frage ich mich, ob die Schauspieler wirklich nur so tun, als ob oder ob sie wirklich echten Sex miteinander haben, weil es verdammt echt rüberkommt...


Neugeborenen-Hörscreening sinnvoll?

Vom 01.01.2009 an ist ein Neugeborenen-Hörscreening für jedes in Deutschland geborene Baby direkt nach der Geburt Pflicht.

Die Absicht dahinter ist löblich: Schwerhörigkeit bzw. Gehörlosigkeit soll von der ersten Lebensminute an gefördert werden, denn es ist erwiesen, dass gezielte Förderung ab der Diagnose den Kindern etwas bringt.

Schwerhörige und Gehörlose Kinder sollen durch dieses Screening bereits in den ersten 6 Lebensmonate mit einem Cochlear-Implantat oder mit Hörgeräten versorgt werden anstatt wie bisher in den ersten 2 Lebensjahren, denn in diesem Altersbereich hat man bisher die verminderte oder nicht vorhandene Hörfähigkeit festgestellt.

Nur: Was bringt dieses Hörscreening wirklich?
Er wird rund 70.000 Elternpaare in helle Aufregung versetzen und den wichtigen Bindungsaufbau des Kindes in den ersten Lebenstagen an die Eltern stören, wenn nicht sogar unterbrechen, da die Eltern in einigen Fällen vielleicht so geschockt sein werden, dass sie sich gar nicht mehr mit dem Kind beschäftigen können/wollen.

Und im Endeffekt werden nur 800 Kinder von 70.000 Kindern wirklich schwerhörig/gehörlos sein. Beim Rest wird der Befund nur auffällig gewesen sein, da z.b. restliches Fruchtwasser den Gehörgang verstopft hat.

Meiner Ansicht nach bringt dieses Hörscreening nichts und untermauert den Leistungsdruck in der Gesellschaft nur noch - man soll gleich ab der Geburt vorzeigen können, dass alles in Ordnung ist.

ICH werde jedenfalls das Hörscreening für mein Kind nicht erlauben, mir ist es vollkommen wurscht, was mit seiner Hörfähigkeit ist oder eben nicht ist. Warum soll ich mich gleich nach der Geburt einer solchen Diagnose stellen, die höchstens zu 25% richtig ist aufgrund meines Hörstatus's?

Da sind doch ganz andere Dinge wichtig als sowas! Ich zumindestens lege Wert darauf, dass beim Baby alles funktioniert, was wirklich lebensnotwendig ist.

Interessanterweise habe ich einen Bericht in der Zeitschrift "Welt der Wunder" gelesen, wo Forscher nachgewisen haben, das alle Babys in den ersten 6. Lebensmonaten Sprache von den Lippen ablesen, d.h. Lippenleser sind. Man hat Babys mit der Muttersprache Englisch ein Video ohne TON vorgespielt, in dem die Leute auf Französisch sprachen. Das Interesse der Babys an dem Geschehen auf dem Bildschirm sank deutlich. Aber sobald die Forscher den Babys ein Video mit ihrer Muttersprache Englisch ohne TON vorspielten, stieg die Aufmerksamkeit der Babys erheblich.
Das Fazit der Forscher ist, dass in den 6. Lebensmonaten Sprache von den Lippen abgelesen wird und auch erst so wahrgenommen wird. Erst später nach dem 6. Monat übernimmt das Gehör das Kommando, falls das Baby nicht von Geburt an Gehörlos/schwerhörig ist.

Wer Interesse an dem Spiegelartikel hat, bitte hier draufklicken

Wie groß ist der Wortschatz der dt. Gebärdensprache?

Diese Frage tut sich von selbst auf, wenn man meinen Beitrag "Wieder eine Zeitungskritik - diesmal geht sie an den Westen" gelesen hat, wo behauptet wird, dass die dt. Gebärdensprache etwa nur 4000 Wörter umfasst.

Jüngst habe ich über das Wörterbuch der dt. Gebärdensprache berichtet, worüber die Zeit einen netten Bericht gebracht hat: "Die Wurst des Südens - Wörterbuch der dt. Gebärdensprache".

Der "Duden" der Gebärdensprache umfasst als Standard-Werk 18.000 Gebärden zusammen, welche man mit beliebig vielen anderen zusammensetzen kann, womit dann ein Wortschatz von etwa 250.000 Wörtern entsteht.

Und diese Zahlen habe ich höchstpersönlich von der Autorin des Wörterbuches.

:-)

Ich selber kenne nicht alle - um Gottes Willen, sondern nur einen Bruchteil davon, da die Gebärdensprache wie schon mal erwähnt, nicht meine Muttersprache ist, sondern erst auf dritter Stelle nach dem Englischen folgt unter Sprachkenntnisse.

Wieder mal eine Zeitungskritik - diesmal geht sie an "DerWesten".

Das Portal "DerWesten" hat einen Bericht über gehörlose Eltern gebracht - getwittert wurde so:
"Gehörlose Eltern mit kerngesundem Kind - eine Familie im Video-Portrait. http://www.derwesten.de/961dLS"

Diese Wortwahl stößt mir schon etwas sauer auf, denn die Wortwahl mit "kerngesund" ist doch eine gewisse Überbetonung, dass mit dem Kind, WEIL es hörend ist trotz gehörloser Eltern, alles in Ordnung ist. Für gehörlose Eltern wäre das Kind, egal welchen Hörstatus es hätte, trotzdem kerngesund, weil sie eben keinen Unterschied machen. Es ist auch nichts besonderes, dass gehörlose Eltern ein hörendes Kind kriegen. Passiert oft genug.

Dann geht's weiter im Artikel: "
Für gehörlose Paare ist es viel selbstverständlicher und problemloser, ein Kind zu bekommen, als Nichtbehinderte gemeinhin denken”, weiß Regina Schuster-Golembe vom Landesverband der Gehörlosen (Essen). Im Säuglingsalter sei zwar besondere Fürsorge erforderlich: „Wer sein Baby nicht schreien hört, muss halt stets in Sichtkontakt sein.” Doch je älter der Nachwuchs wird, desto einfacher gestalte sich der Alltag in der Familie. „Die Kinder erlernen die Gebärdensprache. Schon früh eignen sie sich einen großen Wortschatz an, der die Kommunikation mit Mama und Papa möglich macht.”

Der Prolog der Frau Schuster-Golembe vom Landesverband der Essener Gehörlosen klingt ganz gut, aber dann wirds haarsträubend: Wer sein Baby nicht schreien hört, muss halt stets in Sichtkontakt sein?!
Natürlich ist Sichtkontakt erforderlich, aber nicht ständig, wenn man schläft, ist man ja auch nicht in Sichtkontakt, oder? Aber ich möchte gerne die Sichtkontakt-Erklärung weiter unten erset zusammenfassen, denn im Artikel kommt noch etwas vor:

"Ihr Dasein hat Mia in ihrer ersten Nacht im Stubenwagen lautstark demonstriert. Für alle hörbar. Nur nicht für die Eltern. „Sie ist in einem Zwei-Stunden-Rhytmus wach geworden, wollte an Mamas Brust”, berichtet Oma Margrit. Die war es auch, die jedesmal aufgestanden ist, um ihre Schwiegertochter aus dem Schlaf zu holen."


Schön, dass die Oma so aktiv mithilft bei der Erziehung und Pflege der kleinen Mia - aber: Die Oma selbst müsste nicht jede Nacht aufstehen und die Kindesmutter wecken, da es Lichtsignalanlagen gibt mit intregiertem Wecker und Babyphon. Das Babyphon wird ans Babybett gelegt, sobald das Kind schreit, werden die Eltern mittels Vibrationskissen und/oder Lichtblitzen geweckt und können sich selbstständig um das Kind kümmen. So läuft es in vielen Gehörlosen-Familien ab.

Der Sichtkontakt ist sowieso, wenn die Eltern wach ist, die ganze Zeit hergestellt und solange ein Baby nicht krabbeln kann, kann man es ruhig auf einer Decke liegen lassen, wenn man z.b. mal kurz aufs Klo muss.

Meiner Meinung nach wird hier im ganzen Artikel unterschwellig der Eindruck geweckt, dass es für gehörlose Eltern schwieriger seie als für normalhörende Eltern voll und ganz auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen und daher auf Hilfe von außen angewiesen sind.

Dieser Eindruck schmeckt mir einfach nicht, weil er schlicht und einfach nicht stimmt durch die Bank hindurch. Ich kenne genügend junge Gehörlose in meinem Alter, die selber Kinder haben und diese ganz selbstverständlich erziehen und dabei keine Aufsicht oder Hilfe von außen benötigen.

Dann gibt es hier noch diesen Artikel vom "DerWesten" vom 20.03.2009:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/hagen/2009/3/20/news-114962311/detail.html

Da ist ein kleiner Fehler drinnen:" Und die Gebärdensprache, die sie gelernt hat, ist zwar hilfreich, aber nicht optimal. „Die ist auf 4000 Wörter beschränkt und konzentriert sich aufs Wesentliche. Da fehlt einfach vieles wie auch Fachausdrücke.”

4000 Wörter? Etwas wenig in der Tat. Die Zahl stimmt aber auch nicht, denn soweit ich informiert bin, sind es etwas mehr, wenn ich mich nicht irre, sogar 40.000! Ich werde hier noch einen Nachtrag einstellen. ;-)

Noch ein Artikel vom "DerWesten" vom 29.01.2009:
"Ich bin zwar gehörlos, aber nicht geistig behindert!"
Da habe ich nichts zu beanstanden. :-)