Montag, 25. Mai 2009

Gehörlose haben ihre eigenen olympischen Spiele!

Jeder hat bestimmt mal was von den Paralympics, den Olympischen Spielen für Menschen mit körperlicher Behinderung gehört, denn darüber wird schon berichtet im Fernsehen, denn die finden im gleichen Jahr kurze Zeit vor oder nach den "echten" Olympischen Spielen statt und rutschen somit in den Fokus der Berichterstattung hinein.

Aber wer hat mal was von den "Deaflympics" gehört? Früher nannte man diese Spiele der Gehörlosen: "Silent World Games for the deaf - Stille Weltspiele der Gehörlosen", dann folgte die Umbennung in "World Games for Deaf - Gehörlosen-Weltspiele.

Nach der Anerkennung der Gehörlosen-Weltspiele durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) wurde der Name umgeändert zu "Deaflympics", einem Wortspiel zwischen "deaf - taub" und "Olympics".

Aber warum starten die Gehörlosen nicht bei den Paralympics?

Der Grund ist, dass die Gehörlosen bei den Paralympics als "kommunikationsbehindert" gewertet werden, aber sonst körperlich alles im Bereich der hörenden Sportler ist im Vergleich zu den Paralympics-Sportler. Aktuell finden die Deaflympics dieses Jahr vom 31.8 – 18.09 in Taipeh statt.

Der bekannteste Sportler bei den Deaflympics der letzten Jahre ist sicherlich Terence Parkin, ein gehörloser Schwimmer aus Südafrika, der bei den Olympischen Spielen im Jahre 2000 in Sydney die Silbermedaille holte über 200m Brust! Danach holte er sich den Sieg 2001 bei den Deaflympics in Rom.

Ausgetragen werden die Deaflympics alle 2 Jahre - sie folgen immer im Jahr nach den Olympischen Spiele. Es werden abwechslend Sommer- und Winterspiele ausgetragen.

1 Kommentar:

  1. .. dann sind das ja wohl fast so etwas wie eine Mischung aus Weltmeisterschaften und Oplympschen Spielen .. und wenn ich es mi genau überlege finde ich diese Variante auch gar nicht so verkehrt ..

    .. da ein Gehörloser hier nur als Kommunikationsbehindert eingestuft wird, hat er son einmal das Privileg nicht vollkommen als behindert zu gelten .. ein Blinder kann z.B. nur an den Paralympics teilnehemen und wäre damit zumindest von offizieller Seite als behindert anzushen .. und das unabhängig davo wie gut oder wie schlecht er mit seiner Einschränkung zurecht kommt oder nicht ..

    .. da aber bei einer großen Vielzehl der Disziplinen Signalgebung eine Rolle spielt möchte ich nicht sagen, dass ein Gehörloser chancenlos gegenüber einem Hörenden wäre (es gäbe mit Sicherheit auch die Möglickeit andere Signale, wie Licht, zu verwenden), jedoch ist die wWahrscheinlichket eine Benachteiligung unter dem derzeitigen Regelwerk schon recht groß ..

    .. wichtigster Aspekt ist für mich aber, dass Gehörlose nicht als behindert eingestuft sind und einen Benachteiligung gegenüber Hörenden ausgeschlossen werdn soll .. leider wird es wohl außer bei "sehen statt hören" keine Berichterstatung darüber geben ..

    .. was ich aber gerade noch gelesen habe ist ja, dass man als Gehörloser an den normalen Olympischen Spielen teilnehmen darf, wennman nicht benachteiligt wird .. war ja auch der Grundwarum der Sprinter mit der modernen Beinprothese nicht starten durfte, weil der einen vorteil hatte .. alles in allem geht es doch schon gerecht zu ..

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